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Typisches Projektvorgehen 2017-05-31T15:06:45+00:00

Wie sieht ein typisches Projektvorgehen zur Erstellung eines IDW-S6-Gutachtens aus?

Die Erstellung eines Sanierungsgutachtens (IDW-S6) erfolgt in vier Projektschritten. Diese Schritte/Phasen werden teilweise parallel bearbeitet. Der Bericht wird permanent aufgebaut und abgestimmt. Hierdurch werden die Kommunikation und bestmögliche Qualität sichergestellt.

Die erste Phase
In der ersten Phase werden eine umfassende Bestandsaufnahme und Standortbestimmung erarbeitet. Hierbei wird die finanz- und leistungswirtschaftliche Analyse erstellt und um Auswertungen zur Ergebnisentstehung erweitert. Dies ist die Basis für die kommenden Phasen. Durch diese erste Phase werden eine umfassende Transparenz und Standortbestimmung hergestellt. Anhand der Erkenntnisse aus der Detailanalyse erarbeiten wir ein sogenanntes normalisiertes Ergebnis, um die wahre Ertragskraft der Gesellschaft aufzeigen zu können. Alle wesentlichen Geschäftsdaten sind in ein Tool von nexpert auf Basis des Corporate Planners überführt worden. Hierdurch können Auswertungen und Simulationen zeitnah und flexibel erstellt werden. In einem eigenen MI-System bzw. Data Warehouse können wir alle relevanten Korrelationen und KPI ermitteln. Wir erstellen so umfassende Analysen und schaffen eine entsprechende Transparenz. Unnötige Rückfragen werden vermieden und die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter Ihres Unternehmens wird reduziert. Die Ergebnisse dieser Phase bilden die Basis für die Einschätzung des Geschäftsmodells und die Verprobung der Planung. Alle Tools und Auswertungen stellen wir Ihnen auf Wunsch nach Projektende kostenlos zur Verfügung.

Die zweite Phase
In der zweiten Phase werden mögliche Verbesserungspotenziale in der Aufbau- und Ablauforganisation insbesondere in Bezug auf Effizienz und Zuverlässigkeit erarbeitet. Die Krisenursachen werden herausgearbeitet. Ziel der zweiten Phase ist es, konkrete Verbesserungspotenziale in allen Bereichen bzw. allen Segmenten der Wertschöpfungskette identifiziert bzw. eingeschätzt zu haben. Die Aufbau- und Ablauforganisation wird hinsichtlich der Effizienz und Zuverlässigkeit analysiert und eingeschätzt. Eine Sollstruktur ebenso wie Krisenursachen und das Krisenstadium werden in dieser Phase erarbeitet. Die wesentlichen Kernprozesse werden mittels einer Wertstromanalyse hinsichtlich der Effizienz und Prozessstabilität grob eingeschätzt. Die Ergebnisse der Wertstromanalyse werden übersichtlich dokumentiert und die Störungen sowie Verbesserungspotenziale bewertet. Die individuellen Lösungsansätze sind mittels der tasc-Methode in konkrete Maßnahmenpläne überführt. Die Maßnahmen sind mit Wirkung (monetär wie qualitativ) bewertet und werden in konkrete Projektsteckbriefe mit entsprechenden Meilensteinen und Verantwortlichen überführt. Die Umsetzung kann zeitnah gestartet werden.

Die dritte Phase
In der dritten Phase werden die Strategie und Positionierung in Abstimmung mit der Geschäftsführung definiert. Die Einschätzung des Geschäftsmodells und damit der Strategie wird im Wesentlichen durch eine Analyse der Kernkompetenzen in Kombination mit einer strategischen SWOT-Analyse erarbeitet. Diese Einschätzung wird um Marktstudien und Mitbewerberanalysen ergänzt. Ziel der dritten Phase ist es, die Strategie als Basis des Geschäftsmodells der Gesellschaft in Abstimmung mit der Geschäftsführung und den Führungskräften definiert und eingeschätzt zu haben. In der SWOT-Analyse haben wir die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken erarbeitet. Die Chancen und Risiken wurden aus Marktstudien und Interviews mit der Geschäftsführung und Mitarbeitern abgeleitet. Die Abgrenzung zu Mitbewerbern wurde erarbeitet und mit den Stärken und Schwächen aus der SWOT-Analyse abgeglichen. Die Strategie ist beschrieben und anhand von Markt- und Produkteinschätzungen verifiziert worden. Die Mehrwertstrategie wurde definiert und in einen konkreten Maßnahmenplan überführt. Das Geschäftsmodell und die Marktposition wurden eingeschätzt. Abschließend werden in der dritten Phase strategische Empfehlungen abgegeben.

Die vierte Phase
In der vierten Phase wird die bestehende Planung verifiziert bzw. eine Planung gemeinsam mit dem Mandanten erstellt. Die erarbeiteten Erkenntnisse werden bewertet und in die Planung überführt. In dieser Phase wird der Bericht nach Freigabe durch die Geschäftsführung den Banken präsentiert. Ziel dieser Phase ist es, unter Würdigung der erarbeiteten Maßnahmen eine belastbare und granulare Planung für die kommenden Geschäftsjahre erarbeitet bzw. verprobt zu haben. Hierbei werden neben der Ergebnisplanung sämtliche Detailpläne integriert erstellt, die mehrere Szenarien (Best, Real und Worst Case) enthalten. Alle Planungsrechnungen belaufen sich auf Monatsbasis. Aufbauend auf der Planung und auf den gewonnenen Erkenntnissen aus den ersten Phasen wurde ein Gesamtkonzept (Bericht) erarbeitet. Alle Erkenntnisse werden in einem Bericht als Gutachten zusammengefasst. Die Sanierungsfähigkeit und alle anderen Erklärungen aus der aktuellen BGH-Rechtsprechung bzw. die relevanten Notwendigkeiten aus dem IDW-Standard S6 werden verbindlich eingeschätzt bzw. abgegeben. Der Bericht wird den Kreditpartnern und anderen Finanzierern (nach Freigabe durch die Geschäftsführung) zur Verfügung gestellt und ausführlich präsentiert.

Marco Schwalm

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