Offene Fehlerkultur

Sind Sie bereit zu scheitern?

Und wieder einmal ist es wieder soweit. In Berlin startet die FUN (FuckUp Night). Und der Name ist Programm. Auf der Bühne stehen (selbsternannte) Gründer, die von ihren größten Fehlentscheidungen berichten. Und lassen sich dafür auch noch feiern. Denn viel wichtiger als das Scheitern ist, DASS sie etwas entschieden und getan haben. Und aus den Fehlern gelernt haben. Denn nichts ist schlimmer, als nicht zu tun. Aber was in der Startup-Kultur möglich ist, geht das auch in etablierten Unternehmen? Es muss.

Mitarbeiter fürchten Konsequenzen

Wir leben seit Jahren in einer Leistungsgesellschaft. Mitarbeiter haben keine Fehler zu machen. Und wenn doch, werden diese unter den Teppich gekehrt. Zu schwerwiegend sind die Konsequenzen für die jeweilige Karriere. Einer Umfrage von Ernst & Young zufolge ist eine konstruktive Fehlerkultur hierzulande eher schlecht ausgebildet. Zwar sehen 66 Prozent der Führungskräfte bei ihrem Arbeitgeber eine offene Diskussionskultur zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, andersherum stimmen jedoch nur 42 Prozent der Mitarbeiter zu. In Deutschland herrscht offenbar auch zusätzlich ein Kommunikationsproblem. Während unter den Mitgliedern eines Teams Fehler durchaus thematisiert werden, gibt es nach oben und unten deutliche Tabus und Kommunikationsbarrieren, sagt die Studie. Dies gefährdet die Innovationsfähigkeit der Unternehmen, da die Mitarbeiter in einem solchen Umfeld kein Risiko wagen.

Pioniergeist ist gefragt

Doch so kommen wir zukünftig nicht weiter. Uns allen muss bewusstwerden, dass die Gefahr, Fehler zu machen, im digitalen Zeitalter steigt. Keine Disruption gelingt auf Anhieb. Kaum ein neues Geschäftsmodell ist von Anfang an erfolgreich. Vielleicht wird der wahre Geschäftszweck einer Innovation erst auf den zweiten Blick ersichtlich, während der erste Versuch kläglich scheitert. Alle ist ein iterativer Prozess. Selbst Edison ist dafür bekannt, 6.000 Wege gefunden zu haben, wie eine Glühbirne nicht funktioniert, bevor der Durchbruch kam.

Es braucht Pioniergeist, um etablierte Dinge in Frage zu stellen und neu zu denken. Dieser kann jedoch nur in einem Umfeld entstehen, das ein mögliches Scheitern von Projekten nicht als Ende, sondern als Teil des Prozesses versteht. Deshalb brauchen wir eine positive Fehlerkultur. Denn wirklich scheitert nur derjenige, der es erst gar nicht versucht.

Ihr Ansprechpartner

Florian Heinze
Manager
Berlin
+49 (0) 30 22 41 09 16-0
heinze@nexpert.de

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