Anforderungen an das Management

Neue Skills stehen hoch im Kurs

Leader im digitalen Zeitalter brauchen nicht nur eine ausgeprägte Digitalkompetenz, um Impulsgeber zu sein und neue Wege einzuschlagen. Empathie und Durchsetzungsstärke sind ebenso gefragt wie Innovationsgeist und Expertise in Veränderungsprozessen. Die Identifikation mit der Startup-Kultur ist eine weitere wichtige Eigenschaft. Gefragt sind Typen, die mit Weitblick digitale Visionen entwickeln und bei Misserfolgen nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Manager, die Königreiche verteidigen, sind nicht diejenigen, die die Zukunft des Unternehmens retten.

Als Führungskraft genügt es nicht mehr, fachlich fit zu sein und das kleine Einmaleins der Führung zu beherrschen. Vielmehr muss sich das erforderliche Management-Know-how mit einer hohen analytischen und emotionalen Intelligenz paaren. Das Bündel an Fähigkeiten, über das eine Führungskraft hierfür verfügen muss, hat das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ) in einer mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführten Studie mit dem Begriff „Alpha Intelligence“ belegt. Was zeichnet die Alpha-Tiere der Zukunft aus – also die Personen in Unternehmen, die etwas bewirken möchten und denen andere Menschen aufgrund ihrer Persönlichkeit und Kompetenz gerne folgen? Im Wesentlichen haben sich im Rahmen der Studie vor allem drei Kompetenzen als wichtig erwiesen.

Persönlichkeitsintelligenz

Sie umfasst primär das eigene Selbstverständnis. Dieses ist bei einer alpha-intelligenten Persönlichkeit dadurch geprägt, dass sie keinen Allmachts-Phantasien huldigt, sondern sich als Lernender versteht. Sie hinterfragt regelmäßig ihr Verhalten und dessen Wirkung und entwickelt sich als Person weiter. Eng verknüpft damit sind solche Eigenschaften wie Neugier und Bereitschaft zur Veränderung sowie der Mut, die hierfür nötigen Schritte zu ergreifen – jedoch stets getragen von einer stabilen Wertebasis.

Beziehungsitelligenz

Der zweite Kompetenzbereich ist die Beziehungsintelligenz. Er umfasst die Fähigkeiten, die zum Auf- und Ausbau tragfähiger Beziehungen erforderlich sind. Von zentraler Bedeutung sind hierbei die Empathie – also das Einfühlungsvermögen in andere Personen und Konstellationen – sowie der wertschätzende Umgang mit den persönlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Netzwerkpartner.

Digitalintelligenz

Der dritte Kompetenzbereich ist die Digitalintelligenz. Hierzu zählt neben einer Vision, wohin der gemeinsame Weg führen soll, das Bewusstsein, dass der technische Fortschritt neue Problemlösungen ermöglicht, und die sich daraus ergebenden Chancen aktiv genutzt werden sollten. Das setzt neben einem interdisziplinären Denken eine gewisse Digitalkompetenz voraus, weil die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie in den meisten Branchen der zentrale Veränderungstreiber ist.

Vertrauen als Schlüssel für den Erfolg

Führungskräfte, die über die genannten Fähigkeiten und Eigenschaften verfügen, können sich zu den emotionalen Leadern entwickeln, nach denen sich Menschen in einem von Instabilität und Veränderung geprägten Umfeld sehnen. Sie können sozusagen Persönlichkeitsmarken werden, denen ihre Mitarbeiter und Netzwerkpartner gerne folgen, weil sie ihnen vertrauen.
Vertrauen ist in einer Welt, die von Veränderungen, Ungewissheit und Komplexität geprägt ist, für den Führungserfolg sehr wichtig. Deshalb sollten alle Führungskräfte daran arbeiten, dass sie für ihre Mitarbeiter und die Mitglieder ihres Beziehungsnetzwerks eine Marke werden, der man vertrauen kann, weil sie glaubwürdig, berechenbar und zuverlässig ist. Dann ist ihr Führungserfolg im digitalen Zeitalter gesichert.

Ihr Ansprechpartner

Florian Heinze
Manager
Berlin
+49 (0) 30 22 41 09 16-0
heinze@nexpert.de

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