Digitalisierung

Betroffene Unternehmens­bereiche

Digitalisierung verändert viele Bereiche

Alles muss auf den Prüfstand: Im Rahmen der Digitalisierung sollten alle Bereiche, Prozesse und Leistungen auf Kundenzentriertheit und Effizienz geprüft werden. Das gilt für B2B- sowie für B2C-Unternehmen.

Auswirkungen auf den Vertrieb

Der Vertrieb ist gefordert, seine Prozesse zu überprüfen und das Abteilungsdenken zu überwinden. Damit neue Lösungen möglich werden:

  • Kommunikation und Interaktion über alle Kanäle (Omni-Channel-Ansatz) für die Optimierung des Kundenerlebnisses
  • Leistungen und Produktangebote konsequent aus der Kundenperspektive denken
  • Interne Vertriebsprozesse effizienter gestalten: CRM-System als zentraler Sammelpunkt sämtlicher Informationen und Kundendaten
  • CRM-System optimieren für automatisierte Besuchsvorschläge, optimale Routen und Neukundenvorschläge

Das Ergebnis: Die Vertriebsmitarbeiter werden gestärkt und erhalten mehr produktive Verkaufszeit.

Das neue Informations- und Kaufverhalten von Kunden verändert nicht nur den B2C-Bereich, sondern auch den B2B-Bereich.

Auswirkungen auf das Marketing

Das Marketing wandelt sich von der Massenkommunikation hin zur Personalisierung. Dies ermöglicht eine immer gezieltere Ansprache potenzieller Kunden. Die Folge: Für jede Botschaft ist der passende Kanal zu wählen. Die treibenden Themen im Marketing sind:

  • Auswahl der Kommunikationskanäle durch die Analyse von Kunden- und Nutzerdaten
  • Bezahlt wird nicht pauschal, sondern per Klick: CPC – also relevanzabhängig
  • Die Erfolgskontrolle über KPIs wird zum festen Bestandteil im Marketing.

Im Marketing entsteht ein lernendes System, das Kommunikationskanal und Marketingbotschaft immer besser aufeinander abstimmt.

Auswirkungen auf das Pricing

Die Digitalisierung ändert die Regeln des klassischen Pricings grundlegend. Das Modell, ein Preis für jeden Kunden zu jeder Zeit, hat ausgedient. Auch im B2B-Geschäft.

  • Zukünftig werden Preise dynamisch auf Basis von Algorithmen und für jeden Kunden individuell ermittelt – in Echtzeit.
  • Basis der Preisbildung sind z. B.: Wettbewerbspreise, Abverkaufszahlen, Lagerbestände, Suchverhalten von Kunden, Produktbewertungen und sogar Wetterdaten.
  • Der individuelle Preis entsteht in Abhängigkeit von genutztem Endgerät, Standort und Uhrzeit.

Händler setzen strategische Ziele, die den Rahmen für die dynamische Preissetzung bestimmen. Je nach Zielsetzung, beispielsweise Marktanteile gewinnen oder Gewinn maximieren, werden Preisregeln und -untergrenzen gesteuert.

Der Preis einer Ware wird durch die Umstände des Kaufs bestimmt und diese lassen sich in der digitalisierten Welt immer besser und genauer erfassen.

Auswirkungen auf die Produktentwicklung

Viele Produkte werden immer komplexer. Damit steigen die Anforderungen an die Entwicklung. Die Prozesse und die Organisation der Produktentwicklung müssen neu justiert werden:

  • Öffnung des Prozesses zur strategischen Verbesserung des Innovationspotenzials − Stichwort: Open Innovation.
  • Disziplinübergreifende Zusammenarbeit mehrerer Ebenen und Bereiche für innovative Ergebnisse. Alternativ: Entwicklung auch außerhalb starrer Konzernstrukturen.
  • Hackathons als Impulsgeber einsetzen sowie vernetzte Daten und Kunden-Insights als Innovationstreiber nutzen.
  • Prozesse agiler gestalten, z. B. durch Sprints, die in Zwischenprodukten münden.

Neue Techniken beschleunigen die Produktentwicklung, machen sie agiler und ermöglichen eine ständige Verbesserung.

Auswirkungen auf den Einkauf

Der Einkauf ist eine zentrale Schnittstelle zwischen internen und externen Partnern. Ein großer Teil des Beschaffungsprozesses wird zukünftig automatisiert ablaufen:

  • Alle Lieferanten sind digital über eine Plattform angebunden.
  • Die automatische Einkaufsmarktanalyse erfolgt durch ständigen Abgleich von Preisen und Lieferantendaten.
  • Elektronische Ausschreibungen werden automatisiert ausgewertet.
  • Die Lieferantenauswahl erfolgt per Algorithmus. Das System erzeugt automatisch Vorschläge für Neulieferanten. Auch die Lieferantenzulassung läuft vollautomatisch.
  • Gesammelte Daten werden vom Einkauf und den Lieferanten gemeinsam genutzt, um Prozesse auf beiden Seiten zu verbessern.

Die Digitalisierung automatisiert viele Schritte und beschleunigt so die Prozesse im Einkauf.

Auswirkungen auf die Produktion

Die Nutzung digitaler Daten bietet viel Potenzial, um die Effizienz der Produktion zu verbessern und damit dem Thema „Lean Production“ neuen Schwung zu geben:

  • Zukünftig werden in der Produktion an allen Stellen und in jedem Arbeitsschritt Daten als Basis für Verbesserungen gesammelt.
  • Eingesetzt werden die Daten, um Kosten zu kontrollieren, Ausschuss zu vermeiden und die Produktivität zu optimieren.
  • Der Outsourcing-Bedarf – vor allem in Niedriglohnländer – wird künftig abnehmen.

In der Produktion erwarten viele Unternehmen durch die Digitalisierung einen Produktivitätsgewinn von bis zu 30 Prozent.

Auswirkungen auf die Logistik

Die digitale Zukunft der Logistik ist vernetzt: Überall sind Sensoren, jeder Schritt ist automatisiert und jeder Aspekt wird analysiert. Die Digitalisierung revolutioniert die Lieferkette, die zusammenwächst mit dem „Internet of Things“ (IoT):

  • Big Data und Advanced Analytics ermöglichen, riesige unstrukturierte Datenmengen zu nutzen. In Kombination mit Robotertechnik und dem IoT ergeben sich neue Möglichkeiten für die Logistik.
  • Selbstlernende Systeme optimieren alle Schritte der Lieferkette – Routen, Lagerbestände, Bedarfe. Und geben sogar eine Vorschau auf die Entwicklung der Nachfrage.
  • Cloudbasierte Logistikplattformen verbinden Versender mit Transportdienstleistern und optimieren Auslastung und gefahrene Kilometer. Eine App stellt die Informationen in Echtzeit zur Verfügung.

Damit Ihre Lieferkette fliegen lernt, ist zunächst eine kritische Bestandsaufnahme notwendig: Wo sind die Ansatzpunkte für die Digitalisierung?

Die Digitalisierung rückt die Logistik immer dichter an die Produktleistung heran und bringt sie damit stärker in den Kundenfokus.

Auswirkungen auf die Verwaltung

Die Digitalisierung revolutioniert auch die Verwaltung in den Büros: Schon heute könnten bis zu 45 Prozent aller Aufgaben automatisiert erledigt werden (und weitere 13 Prozent mit Techniken, die gerade entwickelt werden):

  • Die monatliche oder quartalsweise Berichterstattung in Unternehmen kann durch eine Software erledigt werden, sodass die manuelle Datenzusammenstellung aus verschiedenen Quellen entfällt.
  • Auch die optische und inhaltliche Aufbereitung kann die Software übernehmen.
  • Studien zeigen, dass rund 20 Prozent der Arbeit der Unternehmensführung von Maschinen erledigt werden könnte: Reports und Präsentationen im Hinblick auf operative Entscheidungen analysieren, Statusberichte auf Planeinhaltung überprüfen und Personalentscheidungen vorbereiten.

Nutzen Sie auch in der Verwaltung die Chance, Arbeiten automatisiert durchzuführen. Das erhöht die Effizienz und schafft neue Freiräume.

Ihr Ansprechpartner

Florian Heinze
Manager
Berlin
+49 (0) 30 22 41 09 16 0
heinze@nexpert.de

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