///Betroffene Branchen & Beispiele
Betroffene Branchen & Beispiele 2018-01-29T00:14:18+00:00

In welchen Branchen brennt die Luft?

Die Digitalisierung fegt durch alle Branchen. Nur der Zeitpunkt und die Stärke des digitalen Wandels variieren. Etablierte Geschäftsmodelle sind jetzt in Gefahr, abrupt in eine Krise zu geraten. Wer sich der Herausforderung früher stellt, kann erheblich profitieren.

Einige Branchen sind früher und teilweise auch stärker betroffen als andere. Aber ein Thema ist die Digitalisierung für alle.

Beispielhafte Branchen:

Der etablierte Einzelhandel in Deutschland befindet sich im Umbruch. Teilweise kann er noch mit persönlicher Beratung und sofortiger Verfügbarkeit punkten – wird aber auch hier attackiert. Der Onlinehandel setzt die Benchmarks und greift weiter an. Gewinner sind die Händler, die beide Welten verbinden, an allen Kontaktpunkten Daten sammeln und diese intelligent nutzen.

Im Einzelhandel gelten neue Spielregeln. Wer sie nicht kennt, muss auf die Auswechselbank.

Viele Kunden erwarten beim geschäftlichen Einkauf den gleichen Service wie beim privaten Shopping. Einige Anbieter haben sich darauf eingestellt und bieten Onlineshops oder Apps auch für B2B-Kunden. Ein Großteil des Geschäfts läuft noch über klassische Kanäle wie Außendienstbesuche oder Telefonverkauf. Aber die Revolution steht vor der Tür. Und der Onlinehandel steht in den Startlöchern.

Der Wecker hat schon geklingelt – viele Großhändler sind noch nicht aufgewacht.

Die Branche wird sich in den nächsten Jahren neu erfinden: Elektrische Antriebe, autonomes Fahren, Connectivity und kommerzielles und privates Carsharing sind die großen Themen. Fast alle Automobilmanager – nämlich 88 Prozent – sind der Meinung, dass bis 2030 viele Automobilhersteller und -zulieferer vom Markt verschwinden. Neue Wettbewerber wie Tesla machen den digitalen Umbruch extrem spannend.

Man könnte sagen: Das Rad wird gerade neu erfunden. Wer rollt die richtigen Konzepte an den Start?

Die jungen FinTechs fordern die etablierten Geldinstitute heraus. Die alten Player punkten (noch!) mit starkem Kundenstamm, breitem Produktangebot und jahrelang aufgebautem Markenvertrauen. Über das Thema „Banklizenz“ kommt es zu Kooperationen, die eine Chance für beide sind: Moderne Data Analytics-Ansätze in Verbindung mit den Kundendaten und Erfahrungen der Banken. Es könnte eine Win-Win-Situationen entstehen.

Das Vertrauen ins Virtuelle ist gewachsen. Wer jetzt die besseren Produkte entwickelt, gewinnt langfristig die Kunden.

Der Markt für Digital Health boomt: 25 Prozent der Deutschen nutzen bereits Gesundheits-Apps, 59 Prozent wünschen sich die Einführung der digitalen Patientenakte. Über 77 Prozent würden gerne elektronisch auf eigene Gesundheitsdaten zugreifen. Relevante Einsparungen stehen in Aussicht, wie ein Versuch in Schweden gezeigt hat. Auch die Onlineberatung durch Ärzte – wie in Großbritannien bereits Standard – wird durch die Ärzte-Lobby noch verhindert. Auch Krankenkassen und Gesundheitsinstitutionen sind weiterhin zögerlich in Sachen Digitalisierung.

Die Digitale Medizin ist bereit und die Disruption nur eine Frage der Zeit. Noch hat der Megamarkt die Handbremse nicht gelöst.

Florian Heinze

Senior Berater
Berlin
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