Design Thinking

Kreative Lösungsfindung

In unserer heutigen Welt sind wir tagtäglich mit Wandel konfrontiert. Bedingt durch die digitale Revolution müssen sich Unternehmen immer stärker an die neuen Spielregeln der Wirtschaft anpassen. Doch wie können komplexe Problemstellungen in disruptiven Zeiten systematisch aber auch kreativ gelöst werden? Der Design Thinking Ansatz, welcher seinen Ursprung als Innovationsmodell in Stanford findet, bietet hierbei ein neues Verständnis für die Entwicklung von Problemlösungen und kollaborativer Zusammenarbeit. Design Thinking nutzt dabei Strategien und Instrumente von Designern, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu generieren.

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Design Thinking

Damit die Kreativität dieser Methode nicht in verknöcherten Strukturen gefangen wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen u. a. multidisziplinäre Teams, flexible und kreative Arbeitsräume und eine Offenheit gegenüber neuen, spielerischen Methoden.

Multidisziplinäre Teams setzen sich aus Mitgliedern unterschiedlicher Bereiche (z. B. Vertrieb, IT, HR) und mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammen. Sie agieren hierarchiefrei. Nur so können sich die unterschiedlichen Sichtweisen und diversen Erfahrungen frei entfalten und Einfluss auf die (bessere) Lösung nehmen.

Dies funktioniert nicht im Einzelbüro bei geschlossener Tür. Damit das kreative Arbeiten gefördert wird, sind neue Arten von Projekträumen notwendig. Hier sind die Tische flexibel, es besteht die Möglichkeit zur Gruppenarbeit und die Räume sind mit Whiteboards und buntem, vielfältigen Arbeitsmaterial (Post-its, Klebepunkte, Prototyping-Material) ausgestattet. So entsteht eine Möglichkeitsatmosphäre, um neue Ideen in visuelle Konstrukte zu transformieren.

Nicht zuletzt ist zu berücksichtigen, dass nicht jeder aufgeschlossen gegenüber einer neuen kreativen Art der Problemlösung ist. Es wird gebastelt, gemalt und viel kommuniziert. Design Thinking wird nur dann zum Erfolg führen, wenn im Team eine Aufgeschlossenheit gegenüber dieser Art von Zusammenarbeit besteht. Sonst stößt die Methode schnell auf Unverständnis und Abwehr.

Die sechs Phasen im Design Thinking Prozess

Der Kern des Design Thinking ist ein iterativer sechsstufiger Prozess. In der ersten Prozesshälfte geht es darum das Nutzerbedürfnis zu ergründen und das grundlegende Problem zu verstehen (Phasen 1-3). In der zweiten Hälfte soll das Problem gelöst und damit auch das Nutzerbedürfnis erfüllt werden (Phasen 4-6).

Phase #1: Verstehen

Was sind die Problemen der Kunde? Wie können wir ihnen das Leben erleichtern? Die Dimensionen des Problems werden detailliert recherchiert.

Phase #2: Beobachten

Es geht eine Ebene tiefer. Die jeweilige Zielgruppe wird befragt und vor allem aber beobachtet. Was sind Auffälligkeiten und woher kommt die Unzufriedenheit? Das Problembewusstsein wird somit vertieft.

Phase #3: Synthese

Die gewonnenen Informationen werden gebündelt abgebildet und im 360-Grad Blickwinkel analysiert. Nicht unmittelbar sichtbare Kundenbedürfnisse werden offengelegt und mögliche Lösungsansätze werden erarbeitet.

Phase #4: Ideen finden

Jetzt werden Ideen gesammelt. Hierbei sind Kreativität und Freiräume gefragt. Abstrakte Vorschläge stoßen nicht auf Kritik, denn das bremst die Innovation. In Brainstorming-Sessions werden möglichst viele Ideen zusammengetragen und visuell dokumentiert.

Phase #5: Prototyp entwickeln

Jetzt wird es praktisch. Die gesammelten Ideen werden im Rahmen von interaktiven Workshops zu Prototypen entwickelt. Dazu bedienen sich die Teilnehmer an unterschiedlichsten Materialen und werden zu echten Entwicklern.

Phase #6: Testen

Am Ende des Prozesses werden die verschiedenen Prototypen getestet und Erkenntnisse gesammelt. Löst dieser Prototyp das Problem der Kunden? Das Feedback der Nutzer muss eingeholt und der Prototyp immer wieder angepasst werden. Anschließend kann die iterierte Lösung im Unternehmen implementiert werden, ohne hohe Investitionen getätigt zu haben.

Ihr Ansprechpartner

Florian Heinze
Manager
Berlin
+49 (0) 30 22 41 09 16-0
heinze@nexpert.de

Christian Lehmann
Consultant
Berlin
+49 (0) 30 22 41 09 16-0
lehmann@nexpert.de

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